Danke – Děkuji – Ďakujem – Köszönet – Hvala – хвала – Mulțumesc-vă – благодаря – ви благодариме – ευχαριστώ – Faleminderit

The world is a book, but those who do not travel read only one page.

Ich startete zu Hause im März

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und pedalierte bis in den Juli

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In über 6000 km und an die 60.000 hm mit 50 Grenzübertritten bereiste ich die Länder Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Griechenland, Albanien und Montenegro. Ich durchfuhr unzählige Naturschutzgebiete, Natur- und Nationalparks. Wen die einzelnen Etappen interessieren, hier kann man die GPS-Tracks auch runterladen.

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Dafür dass diese Reise spannend, interressant, unfallfrei und nur mit relativ kleinen Haverien verlaufen ist, sage ich “Danke – Děkuji – Ďakujem – Köszönet – Hvala – хвала – Mulțumesc-vă – благодаря – ви благодариме – ευχαριστώ – Faleminderit“ an alle, die mit mir “gereist“ sind, indem sie Rückmeldungen am/über den Blogg hinterlassen haben, über SMS, Emails und Telefon in Verbindung blieben und mir “Rückendwind“ schickten, an das Team meines Radgeschäftes, an die Radl-GastgeberInnen und alle Menschen, die ich auf dieser Reise getroffen habe.

Es waren spannende Seiten im Welten-Buch!!!

Ausrollen II

Der Sommer hat seine Arme weit ausgebreitet.

In diesem Schaugarten sah ich einen Teil der Blumen wieder, die ich in den letzten Wochen in Balkanien gesehen hatte.

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Die Bäume im Třeboňská pánev sind in den letzten Monaten auch weiter gewachsen

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So viele Störche, bin ich wieder in der Nähe von Čigoć?

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An fünf Tagen rollte ich von Linz über Weitersfelden, Schrems, Třebon und Rožmberk zurück Linz. Zum Schluss ging es den Hügel, den ich am 19. März mühsam erklommen hatte, hurtig bergab

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und rollte bis vors Haus.

Ausrollen I

Nach ein paar Restaurations- und Reparaturarbeiten (grössere am Radl, kleinere an mir), habe ich mich noch einmal für ein paar Tage aufs Radl gesetzt um in der Gegend meiner ersten Etappen auszurollen.

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Mein Fahrrad ist und bleibt ein Schwein. Frisch geputzt aus der Werkstatt hat es die erstbeste Gelegenheit ergriffen um in die Lettn zu fahren (kein Abkürzungsverbot bei Woman-solo-cycling).

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Von der Haustür in Linz ging’s ins los ins malerische Mühl/4.

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Ich traf auch wieder entfernt Verwandte

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Auch im Mühl/4 entdeckte ich Up-cycling-Deko

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Mohnfelder nicht nur am Balkan, sondern auch im Wald/4

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Und ein fetter Wackelstein bei Langschlag

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Jazz in the City

Starkregen, Weiterfahren – nicht lustig. Vor allem auch, weil es die letzte Etappe unserer Radwanderung ist. Gestrandet in Sisak. Eine Industriestadt in Kroatien, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Deswegen Trübsal blasen?

Sicher nicht. Denn es gibt hier einen kleinen und feinen Jazzclub (ist mir bei meinem ersten Aufenthalt hier im April schon aufgefallen). Und wie es der Zufall will – das Abschlusskonzert des Sommer-Jazz-Blues-Festivals:

Paulus Schäfer mit Damir Kukuruzović & Band – Gypsy Jazz von Feinsten

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Es treibt uns nach Hause

Des Pedalierens müde haben wir uns im Una-Nationalpark ein Schlauchboot zugelegt, die Räder und das Gepäck darauf fixiert und uns wagemutig den grossen Wasserfall Štrbački buk hinunter gestürzt.

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Mit grossem Schwung trieb es uns flussabwärts. War es uns zu heiss, sprangen wir ins kühle Nass, irgendwo im Nirgendwo

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und in Bihać

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Wir nahmen uns die Zeit für Kaffeepausen in den Städten am Fluss, wie in Bihać

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oder Bosanska Krupa

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Angelangt an der Sava wurde es wieder sportlich: wir packten die Ruder aus und paddelten flussaufwärts. In Čigoć, ihr erinnert euch, eine der grünen Perlen auf meiner Reisekette, schauten wir wie es um die Entwicklung der Jungstörche stand.

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So bleibt uns noch ein Tag zum Rudern bis zum Ziel – endlich habe ich ein Ziel!!! Zagreb – Zug – Linz.

Angst??

Vor Monaten habe ich mich gefragt, wovor ich auf der Reise Angst habe bzw Angst haben könnte.

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Viele Radtage und Kilometer später kannst du beurteilen, ob dort und da tatsächlich eine brenzliche Situation war oder bloss mein Kopfkino:

  • Angst, dass ich bei 4 Monaten in der Region eine Überdosis Balkanien bekomme und nie wieder herfahren möchte
  • Angst von Hunden angefallen zu werden
  • Angst zu erfrieren
  • Angst von einer Windböe erfasst und in ein Auto gedrückt zu werden
  • Angst auf einer Wanderung einem Bären zu begegnen
  • Angst auf der Kühlerhaube eines Autos zu landen
  • Angst als einziger Gast in einem heruntergekommenen Bergbaudörfchen mit ausschliesslich zahnlosen BewohnerInnen, kein Telefonempfang, geschweige denn WiFi
  • Angst mit meinem Brückenproblem zu einem unbekannten Zahnarzt gehen zu müssen
  • Angst tot umzufallen, wenn ich Herrn Emir Kusturica anspreche, als er mir über die Stiegen entgegenkam
  • Angst, dass das Knie w.o. gibt

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Und wovor hast du Angst?

Karstingshow 2. Teil (Drehort: BiH)

Unsere Route auf der Via Dinarica: über weite Felder (Poljes)

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und Wälder

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durch mehr oder weniger verlassene, zerstörte oder wieder aufgebaute Dörfer

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und Städtchen

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geht es noch einmal steil bergab ins Tal von Unac und Una

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im Una-Nationalpark

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Nach imposanten Wasserfällen finden sich schöne Plätzchen am Fluss. Ein idealer Ort für einen erholsamen radfreien Tag und eine der letzten Möglichkeiten sich endlich einen Sonnenbrand einzufangen.

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