El pont de suert

Radfreier Tag! Hätte es zumindest  sein können. Aber der Wetterfrosch hat sich wieder geirrt und Sonne beschert.
Nachdem es in Pont keine Spazierwege gibt und den ganzen Tag in Bars herum hängen auch nicht meine Alternativen waren, sattelte ich mein Rad nicht, sondern genoss es mal ohne Gepäck.  😉

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Vorgenommen hatte ich mir die Strecke bis Caldes de Boi – bis zum Thermalbad.

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Dann reizten mich allerdings doch noch die letzten Kilometer in den Nationalpark. Und ich bereute es nicht: Wasserläufe links und rechts und immer wieder die Sicht auf die imposante letzte Staumauer (auf ca. 1.600 hm).

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Am Rückweg machte ich Halt auf ein Häppchen: Schweins Ripperl “de la abuela“, also nach Großmutters Rezept, dazu ein lokaler Cuvet. Nachdem ich als Vorspeise noch Mozzarella mit Tomaten bestellte, machte mir die Chefin den Menü Preis.

Am Abend ging dann nur mehr ein Crêpe: Waldbeeren Marmelade mit Schokolade. Nutella oder schwarze Schokolade. Natürlich die schwarze! Da waren sich der Chef und ich einig!

Der Plaza Mayor: ca. 20 x 20 m, zwei Lokale am Rand unter Arkaden, und am Platz spielen die Kinder Basketball. Ohne ständig Autos ausweichen zu müssen. Wo gibt’s denn so was?

Castejon de Sos – El pont de suert

Heute war Fauli Pauli Tag. 40 km, 700 hm. Mein Vermieter meinte, zwei Stunden. Eh kloar: mit dem Besen!

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Gebraucht habe ich 7 Stunden. Weil es nämlich am Nachmittag nicht wie angesagt, gewittrig wurde, sondern die Sonne erst richtig heraus gekommen ist. Nachdem ich den Pass bezwungen hatte, lockte die blühende Wiese gerade zu zu einem Nickerchen.

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Nach diesem Schild fuhr ich natürlich nicht nach rechts, sondern

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Ostereier suchen:

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Gefunden habe ich Spargel mit Ziegenkäse. Zur Nachspeise in die Crêperia. Man merkt, Frankreich ist nicht weit!

Ainsa – Castejon de sos

Der Pass zwischen Ainsa und Campo ist nicht so das Highlight: eine gut ausgebaute, drei spurige Straße. D.h. begradigt und steil. Glücklicherweise wenig Verkehr.

Die Tunnels werden länger. Der vor Campo hatte bereits 750m, war aber breit ausgebaut und gut beleuchtet.

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Die Steinhäuser, die teilweise Burgen ähneln und der Bau der Dörfer auf die Hügel deutet wohl darauf hin, dass das ein ziemlich belebtes Nord-Süd Durchzugs Gebiet war und die Durchziehenden nicht immer freundlich waren.

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Die Schlucht von Campo nach Castejon de sos ist wieder unheimlich beeindruckend!

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Ich fahre sie gemeinsam mit Klaus aus Stuttgart-Feuerbach, den ich in Campo getroffen habe und der gerade unterwegs von Malaga nach Figueras ist.

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Biescas – Ainsa

Schweiß treibende Temperaturen trieben mich auf einen Pass. Wechselweise an einer Schlucht oder am Bach entlang.

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Auf der anderen Seite ein breites Tal, ein paar Örtchen: ein Weinchen in Ehren kann niemand verwehren.  😉

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Danach wird das Tal wieder enger und eine pittoreske Schlucht tut sich auf.

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Das Türkis, ein Wahnsinn!

Berge und Motorräder gehören offenbar zusammen. Die Berg Motorradfahrer sind allerdings meist sehr moderat unterwegs und genießen wie ich die Landschaft.

Ein paar Tunnels gab es wieder, der längste knapp 300 Meter. Es ist schon gruselig, mit dem Rad durch einen unbeleuchteten Tunnel zu fahren. Geht eigentlich nur bei wenig Verkehr.

Der Ausblick von der Terrasse meines Zimmers heute:

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Sonst noch

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Berdun – Biescas

Das Altersheim hier heißt “casa de la tercera edad“, also “Haus des dritten Alters“. Gefällt mir!

Ich nähere mich weiter dem Schnee. Biescas: Ein pittoreskes Berg-Dörfchen mit Steinhäusern.

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Heute war ich versucht, wieder eine “unbefestigte Straße“ zu nehmen. War aber in der Ebene tatsächlich mit Einlagen von Wasser Lacken.

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Angesichts der 60 km heute bevorzugte ich die Bundesstraße. War nicht so das Highlight, aber relativ wenig befahren, da neben der teilweise fertig gestellten Autobahn.

Morgen geht’s wieder über einen richtigen Pass!

Sangüesa – Berdun

Berdun. Ein Fels in der Brandung!

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Nur: es gibt keine Brandung. Sandstein, flach ausgewaschen. Ein breites Tal, Felder, so weit das Auge reicht. Am Horizont schneebedeckte Gipfel, die Ausläufer der Pyrenäen.

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Und plötzlich ein Felsen mit Berdun darauf!

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Ein altes, pittoreskes, ruhiges Dörfchen. Ein Dorf Wirtshaus mit Zimmern. Ein (halbwegs) lauer Abend. Die letzten Leute sitzen auf dem Plätzchen unter meinem Balkon und schlürfen ihren Kaffee/ihr Bierchen.

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Ja, die Sonne hat sich wieder gezeigt. Auf Fahrten auf “unbefestigten Straßen“ lt. GPS habe ich heute aber noch verzichtet. Der Boden ist mehr als nass und auf abenteuerliche Übersetzungen von Furten in mehr als voll getränkten Wiesen wollte ich heute verzichten. Die Straße war ohnehin fast gar nicht befahren.

Unglaublich: ich befinde mich immer noch am Jakobsweg. Die Zahl der Pilger ist jedoch schon äußerst dünn. Ich treffe eigentlich nur mehr Rad Pilger.

Pamplona – Sangüesa

Ich reiße mich los von Pamplona – nach den Wettervorhersagen müsste ich noch ein paar Tage mehr abhängen.

Ich bin gar nicht so unzufrieden: es gibt nichts zu deuteln – von wegen soll ich in die Regen Kluft, soll ich nicht. Also: komplette Montur angezogen und hinaus ins Vergnügen!

Es wird eine eher meditative Fahrt: schöne Gegend, wenig Verkehr, Brille allerdings nass. So muss die  Schlucht Foz de Lumbier – die hiesige Sehenswürdigkeit – auf mich verzichten. Abenteuer verschiebe ich!

Und zwar auf Montag. Die Schlucht war als Tages Ausflug gedacht. Statt dessen mache ich einen faulen Tag in Sangüesa.

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Die Sonntags SpaziergängerInnen sind hier an der Brücke beim Hochwasser schauen. In Spanien hatten sie heuer schon Hochwasser. Ist aber momentan kein Vergleich mit dem bei euch. Hier wurde wegen der Regenfälle beim Stausee oberhalb die Schleuse geöffnet.

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Ist ein Spazierweg am Fluss. Absolut noch kein Hochwasser für den Ort. Die Vorhersagen: Wetterbesserung in den nächsten Tagen.
😉