Porto

Die Stadt, wo der Wein wächst.
7.5.

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Gegen mein Formtief ist diese Stadt ideal. Ein Restaurant, eine Bar neben der anderen. Ein Gläschen macht müde Geister munter!

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Ich mache das volle Touristen Programm: Hop on, hop off, eine Boottour am Douro inkl. der beeindruckenden Brücken, rauf mit der Seilbahn (übrigens: made by Doppelmayr, wie die in Skopje auch), eimal Schlendern auf der unteren, einmal auf der oberen Brücke.

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Abends bis in die Nacht hinein gabs noch ein Riesen Spektakel! Queima das Fitas: zum Studien Abschluss werfen sich Damen und Herren ihren Umhang um und werden in einem Riesen Umzug durch die Stadt gekarrt. Hinter jedem Wagen geht das Fußvolk, also die, die auf den Fakultäten verbleiben. In rituellen Sprechchören singt das Fußvolk und wird von den Behüteten gemaßregelt oder aufgeheizt. Manchmal wirft sich das Fußvolk zu Boden. Zwischendurch kniet einer der Begnadeten am Boden und wird mit dem Stock auf den Hut geschlagen. Danach umarmen sich beide herzlichst.

Eine Wahnsinns ausgelassene Stimmung und trotz viel Alkohol war keine Aggressivität spürbar.

Übrigens: ein Portugiese meinte mit einem Augenzwinkern, dass in den Studenten Städten der Februar der geburtenstärkste Monat sei  😉

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http://en.m.wikipedia.org/wiki/Queima_das_Fitas

Motto: Vinum et musica laetificant cor.

Aveiro – Porto

Die Weichei Tour

Es regnet. (Nein, es ist bedeckt und es tröpfelt, aber für den  gelernten Wahl-Linzer ist das einfach Regen 🙂 und die nächsten 80 km gehen am Strand entlang. Nachdem ich von den gestrigen 75 km, darunter 25 km Durchgerüttel, ziemliche Verspannungen habe, beschließe ich, den Zug zu nehmen.

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Zeit habe ich, deswegen schlendere ich noch gemütlich durch Aveiro. Ein bisschen Klein-Venedig, ansonsten eine Stadt mit moderner Shopping Mall und ausgedehntem historischen Stadt Kern.

Frivol, frivol, Trauzeuge steht mir bei!

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Im Urbanico (schneller Regionalzug) geht das Rad gratis mit!

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Am Bahnhof von Porto

Und weitere erste Eindrücke von Porto:

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Motto: tut das Ripperl dir weh, eine Runde durch Porto dann dreh!

Figueira da Foz – Aveiro

Kleiner Morgen Spaziergang durch Figueira da Foz. Ein schmuckes Städtchen, die verfliesten Häuser können sich durchaus mit denen von Lissabon messen!

Die Oldtimer Radshow habe ich leider verpasst. Aber wie wäre es mit einem 0,1er BMW?

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Nach der Strand Promenade windet sich die Straße auf einen Hügel hinauf. Oben führt sie durch einen Eukalyptus/Pinien Misch Wald. Riesige alte Eukalyptus Stämme mit buntem Unterholz. Ein Sonntags Ausflug Ziel für die Städter.

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In Quiaios probiere ich aufs Geratewohl noch einmal eine Francesinha. Ich bekomme: zwischen den Toast Scheiben Schinken, Käse und Wurstblätter. Darauf ein Schnitzerl. Und als Krönung ein Spiegelei. Umgeben von einer Soße. Das gibt Kraft für die nächsten 25 km!

Die brauche ich auch! Schnurgerade auf der Düne, links und rechts Pinienwald. Die Straße aus grobem Asfalt mit vielen Schlaglöchern.

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Erschöpft erreiche ich Praia de Mira: ziemlich touristisch, ein idyllischer kleiner See mit Sonntag nachmittags Tretboot Kapitänen. Ich mache mein Nachmittags Nickerchen am Strand zwischen Traktoren, die die Fischernetze abtransportieren, Quadbikes und  motorbetriebenen Paragleitern.

Die nächsten 25 km nach Aveiro sind gesäumt von Einfamilienhäusern und Bauern, die ihre Produkte am Straßenrand verkaufen.

Die Brücke nach Aveiro hat wieder einen eigenen Rad-/Gehweg. Nach der Autobahn Abfahrt bist du direkt im Zentrum – venezianisch anmutend: ein Kanal mit kleinen Brücken und bunten Booten.

Merke: wer in der Ebene fährt, wird lange Geraden ernten.

São Pedro de Moel – Figueira da Foz

Pinien-Strand-Hafen Tour

Temperaturen zum ersten Mal für kurze Hose geeignet.

Von São Pedro de Moel am Meer entlang gibt es Kilometer weit einen Radweg! Pinienwälder mit bunt blühendem Unterholz. Sanddünen. Kaum Verkehr.

Leirosa: das Örtchen sieht aus wie am Reißbrett geplant. Die Straßen Namen: Sozial Viertel Straße, Sozial Zentrums Straße – klingt alles verlockend. Am Ortsrand eine Fabrik, die Lkw-weise mit Eukalyptus Stämmen beliefert wird. Papierfabrik?
Der Strand ist nicht so sauber wie in São Pedro. Für eine Jause am Meer reicht es alle Mal. Und beim Meeresrauschen kann ich mich nie gegen ein Nickerchen wehren 🙂

Figueira da Foz: eine kleine Hafenstadt, im Westen ein breiter Strand mit Flutlichtern. Ein paar Spaziergänger an der Promenade. Im Hintergrund ein Saxophon. Schwalben, Möwen. Im Sommer geht hier sicher die Post ab.

Zum Überqueren der Brücke mit dem Fahrrad gab es einen Gehsteig, am Ende waren allerdings nur die Möglichkeiten, geradeaus ohne Pannen Streifen (zweispurig mit dahinpreschenden Lkws) oder Richtung Autobahn in der Hoffnung doch noch abzweigen zu können. Eine Stiege rettete mich!

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Das Erdinger Bier war einfach zu verlockend – 5 Euro – aber der Sonnenuntergang war traumhaft!

Anschließend ein gemütlicher Abend Spaziergang durch die FuZo. Telepizza? Feine Pizzeria? Feig? Francesinha. Nie gehört. Nix als kosten! Ein Sandwich, gefüllt mit Meeresgetier, darüber ein Spiegel Ei, daneben Pommes. Und es kommt auf die Soße an, wie mir der Kellner erklärt. Leicht geschärft mit Piri Piri. Dazu ein Glas Weisswein. Mmmmh!

Merke: auf den Grad der Schärfe kommts an.

Alvados – São Pedro de Moel

Blauer Portugieser.

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Die Pastelaria findest du hier in jedem Städtchen: leckere Süßspeisen in allen Variationen. Vanille Creme, Erdbeere, Caramel. In allen Größen und Formen. Auch Pikantes: Mal Shrimps, mal Bacalhau, natürlich Schinken oder Käse. Ein paar Stück davon und einen Kaffee dazu und du bist für 4 Euro satt.

Für die Jause nehme ich meist schmackhaften lokalen Käse – Schaf, Ziege, Kuh. Und – Nestlé sei Dank: Joghurt in allen Geschmacks Richtungen.

Restaurants: natürlich Fisch – Bacalhau, Tintenfisch, Barsch. Oder ein grüner Salat mit Oliven, Erdbeeren und Pfirsich? Dazu ein Glas Hauswein.

Sandburg:

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Der Wind hat sich beruhigt, es weht gerade eine angenehm kühlende Atlantik Brise.

Riskante Überhol Manöver mit seitlichem  Sicherheits Abstand von 10 Zentimetern gibt es selten. Die Portugiesen warten meist brav, bis sie gefahrlos überholen können. Lkws meist auch. Aber sie sind halt wie überall flott und schwerfällig. Deshalb habe ich einen Rück Spiegel. Es ist immer gut zu wissen, wer hinter dir fährt!

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Merke: wenn dir der Kellner den Oktopus nicht geben will – nimm den frischen Fisch, den er dir zeigt. Er schmeckt ausgezeichnet!

Rio Maior – Alvados

Marmor, Dinos und Oliven

Schweren Herzens verlasse ich meine Windmühle.

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Der Nationalpark bietet neben vielen Wasserwegen ein paar Attraktionen: Dinosaurier Spuren, eine Kirche, die ein prähistorisches Dolmen Monument integriert hat, viele Grotten, … Vor allem aber lockt die reizvolle Landschaft: Marmor Brüche (dort sind die Dino Spuren), Ziegen, Schafe, Rinder auf blühenden Wiesen in alten Oliven Hainen.

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Vom private room in der Jugendherberge in Alvados kann sich so manches Sterne-Hotel was abschauen!

Lorinha – Rio Maior

Eukalyptus, Golf und Windmühlen

Beim Aufwärmen Richtung Peniche treffen ich einen Franzosen, der den spanischen Jakobsweg schon hinter sich hat. Er dürstet nur so nach Konversation nach mehr als einem Monat alleine unterwegs. Als Therapie dagegen empfehle ich ihm die Warmshowers – bei denen hatte ich immer angeregte Unterhaltungen.

Nach Peniche probiere ich zum ersten Mal Wege abseits der Haupt Routen. Schotter Piste, teilweise Sand. Zuerst Landwirtschaft, dann niegel nagel neue Ressorts. Hauptsächlich unbewohnt. Nebensaison oder Immobilienblase? Ein paar Golfplätze wechseln sich mit Eukalyptus ab – beides extreme Wasser Fresser.

Nach dem Schwenk Richtung Landesinnere schwenke ich noch einmal auf eine Nebenstraße. Steil bergauf, danach dem Grat entlang: Links und rechts reizvolle Kultur Landschaft.

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Und endlich erreiche ich MEINE Windmühle! 3 alte Mühlen, umgebaut zu kleinen Appartements. Im Erdgeschoss eine Küche inkl. Eisenofen zum Einheizen, im ersten Stock ein Doppel Bett und ein Badezimmer. Und ein traumhafter Ausblick rundherum!

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Merke: auch ein blindes Huhn findet in seine Windmühle.