Pamplona – Sangüesa

Ich reiße mich los von Pamplona – nach den Wettervorhersagen müsste ich noch ein paar Tage mehr abhängen.

Ich bin gar nicht so unzufrieden: es gibt nichts zu deuteln – von wegen soll ich in die Regen Kluft, soll ich nicht. Also: komplette Montur angezogen und hinaus ins Vergnügen!

Es wird eine eher meditative Fahrt: schöne Gegend, wenig Verkehr, Brille allerdings nass. So muss die  Schlucht Foz de Lumbier – die hiesige Sehenswürdigkeit – auf mich verzichten. Abenteuer verschiebe ich!

Und zwar auf Montag. Die Schlucht war als Tages Ausflug gedacht. Statt dessen mache ich einen faulen Tag in Sangüesa.

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Die Sonntags SpaziergängerInnen sind hier an der Brücke beim Hochwasser schauen. In Spanien hatten sie heuer schon Hochwasser. Ist aber momentan kein Vergleich mit dem bei euch. Hier wurde wegen der Regenfälle beim Stausee oberhalb die Schleuse geöffnet.

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Ist ein Spazierweg am Fluss. Absolut noch kein Hochwasser für den Ort. Die Vorhersagen: Wetterbesserung in den nächsten Tagen.
😉

Estella – Pamplona

Donnerstag – Markt Tag. Da ich gerade nix brauche, schnappe ich mein Fahrrad. Dank der Reiseplanung geht es zwar wieder einmal bergauf, aber es lohnt sich! Kaum Verkehr. Fruchtbare Äcker.

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Und letztendlich ein traumhafter Ausblick hinunter auf Pamplona.

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Auf den Bergrücken rings herum zähle ich knapp hundert Windräder!

In Pamplona treffe ich auf einen alten Japaner, 68, der gerade – wie ich – das Zentrum von Pamplona sucht. Dort angekommen, erzählt er mir bei einem Bierchen, dass er gerade aus Madrid kommt und vor hat, mit seinem Rad nach Santiago zu düsen. Hut ab!

Beim Einchecken im Hotel bemerke ich, dass ich einen italienischen Reisepass dabei habe. D.h. ein Italiener freut sich gerade über einen österreichischen Pass. Verwechselt in der letzten Unterkunft in Estella. D.h. morgen gibt es zur Abwechslung mal eine Busfahrt – nach Estella und retour.

Faszinierend: nach dem Abendessen (Paprika gefüllt mit Fisch) drehe ich noch eine Runde durch die Stadt. Die Lokale sind pumm voll. Und vor allem auch die Gassen vor den Lokalen. Ich komme in die Gegend von Studenten Lokalen. Die Leute sitzen auf der Gasse mit ihrem Essen und den Getränken. Ist fast wie auf einem Festival. Ist aber normaler Donnerstag…

Vitoria-Gasteiz – Estella

Gemächliche Ausfahrt aus Vitoria. Ich werde überholt von einem Spanier am Rennrad, er quatscht mich an, attestiert mir mein gutes Spanisch (;-)) und wir fahren plaudernd eine halbe Stunde gemeinsam. Er ist 64, in Pension, und dreht täglich seine Runde.

Irgendwann dreht er Richtung heimwärts ab.

Ein wenig später überholt mich ein Grüppchen RadlerInnen, grüßt freundlich. In der nächsten Bar treffe ich sie wieder. Eine Gruppe AmerikanerInnen, die 2 Wochen durch das spanisch-französische Baskenland radelt.

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Estella: ein kleines Städtchen 50 km vor Pamplona. Beim Hereinfahren gesichtslos. Im Zentrum allerdings gibt es wie in vielen Städten hier einen großen Hauptplatz: Ringsum Cafés, in der Mitte spielen Kinder, Jugendliche turteln, die Alten treffen sich zum Plausch. Fußgänger Zone, alles ohne Gefahr zu laufen über den Haufen gefahren zu werden.

Da könnte sich Linz was abschauen!

Vitoria Gasteiz

Vitoria Gasteiz, Hauptstadt des Baskenlandes und nach Stockholm und Hamburg die dritte Umwelt Hauptstadt Europas!

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Warum die RadfahrerInnen trotz vorbildlicher Radverkehrs Führung immer noch die Gehsteige benützen, ist mir schleierhaft.

Die Innenstadt ist verkehrsberuhigt. Etliche Häuser sind als Kunst Projekt großflächig bemalt.

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Die Musik Kassette wird heuer übrigens 50. Und andere übrigens auch noch!  😉

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Bilbao – Vitoria Gasteiz

Frühstück: ein Brötchen mit Tintenfisch Pastete, ein Häppchen Blutwurst, danach ein Schoko Croissant. Musikalisch begleitet durch Jingle Bells.

Der Fluss mäandert sich aus der Stadt Bilbao durch ein enges Tal heraus – und da muss auch noch Platz sein für Autobahn, Bundes Straße, Eisenbahn. Dementsprechend spannend ist die Ausfahrt für mich. Ich fahre wieder ein paar Kilometer Autobahn.

Auch die Einfahrt nach Vitoria Gasteiz führt mich wieder direkt auf die Autobahn, bis ich zufällig eine der Vias Verdes finde: alte Bahntrassen, die als Rad-/Gehwege adaptiert sind.

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Vitoria Gasteiz: die Stadt der Wandmalerei und RadlerInnen. Morgen mehr!

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Bilbao

Das Highlight in Bilbao ist natürlich das Guggenheim Museum. Ich habe es zumindest umrundet.

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Und mich von der Spinne umgarnen lassen.

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Vor den Kirchen gab es heute temporäre Kunstwerke zu besichtigen (den Hintergrund dazu habe ich leider nicht heraus gefunden).

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Anti Krisen Menü gefällig?

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Die allerletzte Eisenbahn ist jedenfalls noch nicht abgefahren.

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