Bordeaux – Sauveterre

Im Oktober bietet meine Firma ein Seminar zum Thema „Souveränes Meistern schwieriger kommunikativer Aufgaben“ an, an dem ich teilnehme. Als Streber habe ich gleich eine praktische Vorübung absolviert.
Punkt 9 Uhr betreten wir den Fahrradladen. Der Chef fragt, was wir brauchen. Eröffnung meinerseits: ich habe drei Probleme.
1. Es fehlen Speichen.
2. Die Schaltung ist im A.
Der Chef nickt, ohne die Miene zu verziehen und geht zum Auftragsblock.
Da rücke ich mit 3. raus: und außerdem müssen wir heute noch 55 km weiter nach Sauveterre.
Das bringt ihn kurz aus der Fassung, das Hirn (unter der Glatze) rattert fast hörbar. Bis er endlich sagt: Midi, ça va? Dass es dann drei Speichen sind, bringt ihn nicht mehr aus der Fassung.

Gerettet! Und den Frühstücks Kaffee verdient!
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Bei dieser Konversation waren natürlich meine rudimentären Sprachkenntnisse von enormem Vorteil. Und ohne meinen Sprach Coach Michi hätte ich es NIE geschafft.

Sonst können wir allerdings das oft gehörte Gerücht nicht bestätigen, dass die Franzosen nicht englisch können (oder wollen).

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Mittags konnten wir also unsere erste Etappe in Angriff nehmen. 55 km auf der alten Bahntrasse durch Eichen Wälder, Weingärten, Sonnenblumen Felder, kleine Dörfer. Sanddorn am Weg Rand. Rast machten wir natürlich am ehemaligen Bahnhof, jetzt ein Öko Info Center.
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Bordeaux

Nachdem einer der Drahtesel ausgefallen ist, machten wir uns auf die Suche nach einem Ersatz:

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Bordeaux ist nicht nur die Stadt des Weines, es ist auch die Stadt der RadfahrerInnen. Vorbildlichst ausgebaute Radwege, überall Radverleihstellen. Und dem Weingeist sei dank: Promille ohne Limit am Drahtesel. Oder wie ist diese Aufforderung sonst zu verstehen?
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Das Bild darüber ist übrigens ein Kunst Beitrag mit dem Titel “big Mona is watching you“ 😉

Nebel hier und Nebel da, wir sind benebelt, ja! Fürwahr!

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Damit Zucker- und Kalorienspiegel passen:
Pain perdu
Fondant de ratatouille mit Trockenfrüchten
Brick à l’œuf

Wie Gott in Frankreich II

Bordeaux I

0) Amuse guelle: Aiolli mit Fisch
1) Avocado Tartare mit Rucola
2) Lachs mit Tomaten Püree und Grieß Schnitte
3) Pfirsich Suppe mit Vanille Keks

Wie Gott in Frankreich!

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Und da darf der Teufel natürlich nicht fehlen: meine Schaltung war/ist schlecht eingestellt, da hat es mir gleich mal die Kette zwischen Kranzl und Speichen gehaut und drei der selben sind dabei gebrochen. Heißt: am Montag gibt es gleich mal einen Boxenstop beim Radmechaniker gleich ums Eck.

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Aber morgen werden wir erst mal Bordeaux weiter erkunden.