Port la Nouvelle – Marseillan

Das Frühstück nahmen wir mit Madame Soleil zu uns. Sie wärmte uns nicht nur das Herz. Danach gesellte sich Monsieur Mistral zu uns und begleitete uns für den Rest des Tages. Ein zwiespältiger Zeit Genosse: einerseits ein lustiger Kerl,

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andererseits ein sehr kompromissloser Trainer!

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So auf Hochtouren gebracht, starteten wir durch.

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Die letzten Kilometer auf dem Canal du Midi.

Ja! Tatsächlich! Der Canal holt dich immer wieder ein. Wir verließen ihn, erklommen die Berge Richtung Meer.

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Und – man glaubt es ja nicht: die Franzosen schaffen es, sogar in einer Lagune einen Canal unterzubringen.

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Letzte Lage Besprechung,

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um unsere Unterkunft nicht zu verfehlen.

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Fotos wie immer von den Messieurs Fuzzy und Bartl.

Lagrasse – Port la Nouvelle

Wir hätten ihm ja ein Bett angeboten, aber er war die Abgeschiedenheit seiner Pyramide so gewohnt, dass er sich in die Flasche zurück zog.

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Im Laufe des Tages bekamen wir noch Zuwachs, zuerst diese reizende Marsianerin:

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Ui, wie er sich da freute! Er machte ihr sofort seine Aufwartung:

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Aber plötzlich stand SIE da. Mitten in den höchsten Bergen, kurz vor dem Pass. Sie schien schon EWIG auf etwas zu warten. Er sah sie, sie sah ihn. Es funkte sofort zwischen den beiden.

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Nach einem ausgedehnten Abendspaziergang – Hand in Hand – feierten wir mit ihnen gemeinsam den glücklichen Tag mit einem fantastischen Abendessen.

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Castelnaudary – Lagrasse

Endlich am Ziel! Wir haben Brüssel erreicht!

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Aber jetzt von vorne. Als wir heute aus unserem Zelt krochen, stand er vor uns wie Phönix aus der Asche.

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Er war zwar stumm wie ein Fisch – kein Wunder nach 4.000 Jahren Tiefschlaf! Aber nachdem er ein lustiger Kerl ist, nahmen wir ihn sofort mit auf unsere Reise.

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Stumm war er, OK, und die Kondi hat er, passt. Aber es hat sich heraus gestellt: nach 4.000 Jahren fasten hat er natürlich Waaahnsinns Kohldampf! 5 Kilometer am Stück – dann ist Picknick angesagt!

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Wer ist er eigentlich? Wir sprachen ihn an mit Pharao. Keine Reaktion. Phönix? Wieder daneben. Phanta? Daraufhin deutete er aufs Cola und nahm gleich eine Flasche mit. Fuzzy? Und er lachte. Komischer Name. Aber was solls.

Kulinarisch – stellte sich heraus – hat er einen ganz eigenen Geschmack.
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Doch alles in allem: ein erlebnisreicher Tag mit unserem neuen Freund. Wir erreichten wohl behalten unser Ziel, den schönsten Ort Frankreichs!
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Übrigens: scheiden tut bekanntlich weh, aber: wir haben den Canal du Midi endgültig verlassen und ein paar Höhenmeter hingelegt Richtung Mittelmeer. Wir können es einfach nicht lassen…

Fotos: © Fuzzy & Berti

Agen – Montauban – Toulouse

Das Wetter ist schon früh herbstlich. Deshalb haben wir unsere Drahtesel warm angezogen.

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Anmutig schmiegt sich die sauberste Energie in die Landschaft.

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Vorgestern übernachteten wir bei Warmshower-GastgeberInnen. Er sprach – klassisch – nur französisch. Sie allerdings fließend Deutsch. Schön langsam wird es verdächtig mit der Sprach Gewandtheit der Franzosen! Oder erwischen wir nur die StreberInnen?

Von gestern auf heute hatten wir wieder Warmshower. Die allerdings klassisch Patchwork: sie Irin, er Deutscher, untereinander und mit den 3 Mädels sprachen sie französisch.

Unser Ausblick heute, von unserem Hausboot am Canal du Midi aus:

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Marmande – Agen

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Die Franzosen, sonst die Höflichkeit in Person, aber am Radweg sind Kavaliere absolut verboten!

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Baujahr 1908. Wer? Das Schiff oder er?

So oder so: er ein Original wie sein Schiff!

Beachte die Flügel: fliegender Holländer?

Baumkaree:

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Tischkaree:

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Und apropos Schweinskaree:

– Carpaccio vom Rind mit Parmesan
– Ente mit Feige und frischen Pommes
– Schnee Nockerl

Bon appétit e santé!

Sauveterre – Marmande

Ich weiß, Bettgeschichten gehören nicht ins Netz, aber sie war einfach zuuuu schön!

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Außerdem: in dieser Gegend? Die Amis fahren nach Fucking, Oberösterreich, die Deutschen hierher:

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WIR sind natürlich nicht dorthin, sondern erstmal an ausgedehnten Bordeauxgärten, Walnuss-, Haselnuss Kulturen, Kiwi, Äpfel, Maronigärten vorbei.

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Und dann erreichten wir endlich den Kanal, wo uns die absolute Beschaulichkeit in Form von Hausbooten, stillem Wasser und uralten Baum Riesen empfing.

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Eine musiklose Bar am Wasser, ein Fischer und ein Hund ergibt ein süsses Nickerchen!

Übernachtung in Marmande bei einem französischen Warmshower, der fließend Englisch spricht.  😉