5 – 10 – 15 – 20 – 25, nein 30 Prozent aufi

Nach Tagen in der Ebene, die flach wie eine Flunder war, freuten wir uns schon wieder auf ein bisschen bergauf und bergab in den Colli Eugani und Colli Berici.

Aber dass es gleich so steil wird.

Auf dem Vulkangestein der Colli Eugani gedeiht der Wein sehr gut.

Herbert in Südlage.

Die Colli Berici sind aus Kalkgestein. Nicht minder steil und bekannt für Wein und Olivenöl.

Das Delta

Vor Jahren ein Buch mit dem gleichnamigen Titel von Kurt Lanthaler gelesen und das Interesse war geweckt.

Das Delta hat seinen Reiz. Lanthaler beschreibt das Delta im Nebel. Wir bevorzugen Sonnenschein. Mausgrau haben wir ja eh auch im Donautal.

Das Delta wächst jedes Jahr.Das Delta ist heute ganz anders als es ohne die aufwendigen wassertechnischen Verbauungen wäre.

Das Delta ist Naturlandschaft. Selbst unsere laienhaften Kenntnisse über die Fauna liessen den Artenreichtum an Tieren, vor allem an Vögeln erahnen.

Das Delta ist Kulturlandschaft. Der grösste Teil ist Ackerland. Damit das nicht vertrocknet, wird jährlich eine Milliarde m³ Wasser in die Bewässerungskanäle gepumpt.

Es braucht viel Zeit die Gebiete zwischen den Flussarmen und -beinen zu erradeln. Brücken sind rar und mache auch eine Rarität.

Es kann unsere Laune erahnt werden, wenn wir zwei Kilometer vorm Ziel das Abendessen von der anderen Seite des Po schon beinahe riechen und plötzlich vor einer Brücke in “Reparatur“ stehen.

Venedig und seine Inseln

Was wäre, wenn es das Projekt Taglio di Porto Viro zu Beginn des 17. Jahrthunderts nicht gegeben hätte?! Der Po war drauf und dran, die Lagune von Venedig zu versanden. Ein riesiges wassertechnisches Projekt der Republik Venedig hat den Po in ein neues Bett gezwängt.

Was wäre wenn?

…man könnte trockenen Fusses zu einem Sonnenbad auf den Lido und im Anschluss auf einen Caffè Shakerato ins Palace Hotel spazieren.

…der rote Teppich des Filmfestivals am Lido würde bis zum Markusplatz ausgerollt.

…der Reis käme erntefrisch vom Feld ins berühmte Risotto des Hafenrestaurants auf der Insel Pellestrina.

…Venedig wäre es wie der Stadt Adria, der Namensgeberin der Adria, ergangen. Einst Hafenstadt, jetzt kilometerweit im Landesinneren und umgeben von Weizen- und Maisfeldern.

Buchtipp: Die Adria Die Wiederentdeckung eines Sehnsuchtsortes von Uwe Rada.

Nachtrag zum letzten Artikel: das Mosaik der U-Bahnstation Volkstheater in Wien ist von der Mosaikschule Spilimbergo.

Die verflochtenen Flüsse

Breit, weiss, türkisblau.

So zeigen sich Fella und Tagliamento.

Das Türkis schlängelt sich, verbindet sich mit anderem Türkis, trennt sich wieder, ein verflochtener Fluss.

Im Mittellauf ist der Tagliamento, der letzte große Wildfluß in Mitteleuropa.

Die Flusskiesel hatten von je her verschiedene Farben und Formen. Daher verwundert es wenig, dass es in Spilimbergo eine Mosaikschule gibt.

Im Schulhof entsteht Guernica.

“Meinen“ Brunnen gibt es ebenfalls noch im Schulhof. (Wir kennen uns schon seit 20 Jahren 😎)

Überall in der Stadt und im Umland finden sich grosse und kleine Mosaike.

Die noch unverklebten Kiesel finden sich in jeder Ganulatstufe am Weg.

Wir wissen wovon wir reden. (Gut geschüttelt ist noch lange nicht gerührt 😂)

Unser Giro d’Italia

photostudio_1560104327597.jpgDie täglichen Updates – Tracking und Fotos – gibt es auf Polarsteps.

photostudio_1560104200165.jpgZum Warmtreten haben wir uns die Welt vom Wurzenpass angesehen. Der einzige Grund war, dass die Abkühlung im Lago de Fusine die maximale war.

photostudio_1560104603097.jpgZwei Tage pedalieren wir nun am Alpe Adria Trail. Der ganze Trail führt von Salzburg nach Grado. Wäre auch einmal eine Idee. Diesmal beschränken wir uns auf den Italienischen Teil. 2000 wurde die Pontafelbahn mit neuer Trassierung eröffnet. Die frühere Strecke wurde als Radweg ausgebaut.

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Wie oft wohl sind wir früher im Zug über diese Brücke gefahren am Weg nach Italien?

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Wasser gibt es genügend entlang der Strecke.

Street-Art.

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Rail-Art

Auf Schotterwegen nach Triest

Als am ersten Radtag irgendwo auf einem Feldweg ein Radler, der mich mit dem beladenen Rad gesehen hat und nach dem Ziel fragte, belustigt meinte “Auf einer Schotterstrasse nach Triest…“, wusste ich noch nicht wie viele Kilometer ich tatsächlich auf Schotterwegen pedalieren würde.

Vielleicht waren die schottrigen Umwege der Grund, warum ich nicht bereits nach 555 Kilometer in Triest war, sodern etwas länger brauchte.

Hätte ich die Triester/Wiener Straße genommen…

… hätte ich nicht am stimmungsvollsten Rastplatz in der Südsteppe gehalten

…. hätte ich die Klapotetzen auf den steirischen und slowenischen Weinbergen nicht gehört

… und die Waterfront von Ljubljana nicht gesehen

… ebenso wenig die Motorsägenausstellung von Mašun

… und vor allem wäre mir die grandiose Talfahrt nach Triest entgangen. Der Giordano-Cottur-Radweg ist die schönste Stadteinfahrt, die ich je mit dem Rad gefahren bin. Mit Blick auf den Naturpark Val Rosandra schlängelt sich der Weg bis mitten in die Stadt. Möglicherweise ist der steinige Weg auch beabsichtigt: man kann nur langsam fahren und hat damit mehr Zeit zum genussvollen Ausblick.