Mit den Augen und dem Hirn einer Eisenbahnnostalgikerin

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Als ich heute Niš verliess, hatte ich die Vorstellung ein Tal am Rand des Naturschutzgebietes „Sićevačka klisura“ hinaufzuradeln. Beim Zeichnen des GPS-tracks sah ich auf der Karte parallel zur Strasse noch eine weitgeschwungened Trasse. Als leidenschaftliche Bahnfahrerin stellte mir eine idyllische Bahntrasse vor.

Als ich mich dem Tal näherte, kamen mir mit Schutt beladene LKWs entgegen. Es staubte furchtbar. Das verhiess nichts Gutes. Und tatsächlich – es wird dort in dem Tal ein Teilstück der Autobahn Istanbul – Sofia – Belgrad – Österreich/Deutschland gebaut. Ich zog mir ein Tuch über Mund und Nase und pedalierte los, weil Staublunge am Rande eines Naturschutzgebietes ist auch nix. Die Baustelle zog sich durch das ganze Tal. LKWs fuhren hin und her und her und hin.

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Und wieder einmal mit dem Fahrrad auf einer Autobahn (in spe)

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Abends in der Dusche war alles rot, wie nach einem Tag am Tennisplatz. Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: was ich beim Trackzeichnen sah, war gar keine Eisenbahnlinie, sondern schon die Autobahntrasse. Die Open Street Map ist topaktuell.

2 Gedanken zu „Mit den Augen und dem Hirn einer Eisenbahnnostalgikerin

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